Surreale Situationen, Kameras und Kätzchen

Nahezu surreal erschien die Situation, als ich heute morgen beim Frühstücken das Licht anknipsen musste – ja, es war noch dunkel draussen. Nicht einmal die Vögel zwitscherten, so früh war es. Kaum zu glauben, dass ich noch vor ein paar Monaten täglich um diese Zeit aufgestanden bin. Ich rede nämlich nicht von drei Uhr morgens sondern, für Schweizerische Verhältnisse ganz normal, von Viertel vor Sechs – Airport-Shuttel nach Malaga. Solch‘ für spanische Verhältnisse surreale Zeiten verlangten natürlich nach einer Dose Monster-Energie und zwei Kaffees. Auf unserer Fahrt bis zum Autobahnanschluss – was etwa die Hälfte der zweistündigen Strecke ausmacht – begegneten wir einem Steinbock, einem Hund und einem Auto. Ja, solch unchristliche Zeiten kennt die Alpujarra nicht.

Umso extrem und gegensätzlich erschien dann das morgendliche Gewusel am Flughafen in Malaga. Denn genauso wie frühmorgendliche Aktivität, fällt der Aufenthalt unter mehr als 20 Personen für mich ebenfalls in die Kategorie «Surreale Situation». Schnell wieder weg hier, war also meine Reaktion. Ich verabschiedete mich zügig von Fay, Lee und Will – drei absolut tolle Persönlichkeiten, mit welchen ich in den letzten Tagen tolle Stunden auf und neben dem Bike verbringen durfte.

Sie waren mitunter auch ein Grund, warum es in den letzten Tagen ziemlich ruhig hier auf diesem Blog war. Ich will ja nicht sagen, ich hätte viel zu tun gehabt. Nene, nur mehr als bisher. Denn da ich mich in der Alpujarra langsam etwas auskenne und wir wieder mal Kunden hatten, hat meine Karriere als Guide nun endlich begonnen. Nebenberuflich arbeite ich zur Zeit noch als Korrektorin einer Masterarbeit. Der Hauptfokus in Sachen Karriereplanung (meine Verwandtschaft wird nun endlich aufatmen, da ich meine Zeit nicht nur mit dem sooo unnützen Biken und Leben geniessen vergeude!!) lag diese Woche jedoch beim Vorantreiben meiner Qualitäten als Filmstar und OK-Mitglied im Eventbereich. Denn Lee, Fay und Michael holten mich für die Planung des Drei-Tage-Enduro-Rennens «Sierra Enduro», das wir im Oktober hier veranstalten werden, mit ins Boot. Um das Rennen zu promoten und um Elite- sowie Plauschfahrer im Oktober hier hin zu bekommen, drehte Will, der auch die Videos für die Britische Enduro Serie erstellt, zwei Promovideos.

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Drei Tage waren wir unterwegs für Filmaufnahmen. Und da Girls auf dem Bike einfach viel mehr rocken als Jungs, waren Fay und ich gestern zusätzlich nochmals alleine mit Will unterwegs. Sechs Stunden lang runter fahren, Bike wieder hochschieben. Denn damit der Shot genau so aussieht wie Will das will, braucht es eine geschätzte Million Wiederholungen. Ooops sorry, Line vermasselt… Oh sorry, nicht eingeclipt… Uiiiii, die Kamera spinnt… und wir waren nur zu dritt unterwegs! Ja der Weg zu Ruhm und Ehre ist steinig und staubig. Noch herausfordernder wurde es dann, als wir einen alten Mann dazu bringen mussten, einen Text in die Kamera zu sagen. Der eine konnte nicht lesen, der andere hatte seine Brille nicht dabei. Auch das Nachsprechen gestaltete sich schwierig, da ihre zwei Frauen in Spanischer Manier stets dazwischen gackerten. Hoffnungslos wurde das Unternehmen dann, als der alte Mann den Namen «Jerome Clementz» (einer der weltweit besten Enduro-Fahrer, den wir für unser Rennen gewinnen wollen) sagen sollte. Als die Sonne nach 10 Stunden Dreharbeiten unterging (oh mein Gott wir haben Überstunden gemacht!), gaben wir das Unterfangen auf und beschlossen, auf die Schneidfähigkeiten von Wizard-Will aka. Crazy-Boy zu vertrauen.

Und so geht sie zu Ende, diese surreale Woche. Eine Woche voller Eiscreme, Diskussionen, Schweiss, Kameras, flauschigen Kätzchen, einem nervigen Jesus und einem zweigeteilten Bike. Eine Woche mit ganz viel Spass – Eine der tollsten Wochen, die ich hier bisher erleben durfte.

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