Kopf voran in Richtung Ferien und Stachelbusch…

«Gut, jetzt fährst du noch runter, putzt und schmierst dein Fahrrad und morgen wirst du einen Ruhetag einlegen. Teil 1 der Enduro-Saison 2014 endet hier für dich», sagte ich mir, als ich heute morgen nach einem Frontflip mit anschliessendem Faceplant rücklings im Stachelbusch lag. Dabei überlegte ich mir beim hinauftrampeln noch intensiv, ob ich morgen doch noch eine kurze Runde um den Block drehen soll. Aber nein, mein Abgang auf einem meiner Lieblingstracks heute morgen wies mir den Weg:

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Ich bin wohl etwas müde… und neuerdings ziemlich zerkratzt. Mein Dekolletee, Hals und meine linke Gesichtshälfte sieht aus, als hätte ich Meinungsverschiedenheiten mit einer Herde wilder Katzen gehabt, oder eine wilde Nacht mit einem Kaktus verbracht…Worüber ich jedoch ziemlich froh bin, denn bei dem Tempo, mit welchem ich nach dem Steinfeld zum ungewollten Frontflip angesetzt habe, hätte das ziemlich ins Auge gehen können. Isses aba nisch!!!

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Nix mehr mit Enduro also für die nächsten 6 Wochen. Naja, nicht ganz; Gestern habe ich entschieden, dass ich ziemlich sicher an einem Rennen auf dem Reschenpass teilnehmen werde. Vorausgesetzt ich finde jemanden, der mir dafür ein Enduro-Fahrrad ausleiht. Denn leider Gottes transportiert mir SWISS nur ein Fahrrad und wenn ich entscheiden muss – ja, dann schlägt mein Herz halt immer noch Downhill!

Irgendwie stimmt mich der Fakt, dass ich übermorgen um diese Zeit in der Schweiz und nicht in Bubion sein werde, irgendwie… naja nicht traurig aber irgendwie nervös. Wie wird es sein, wieder in meiner alten Heimat zu sein und Christian zu sehen? Werden alte Wunden wieder aufgerissen? Keine Ahnung… ich werde es schnell genug erfahren.

Und dann die essenziellen Fragen: Wie werde ich 5einhalb Wochen überstehen ohne Humus, Gazpacho und Früchte direkt vom Baum?

IMG_1704 (keine Angst, das ist kein Blut sondern das Ergebnis einer exzessiven Maulbeerenpflückaktion – sooooooo fein)

Wo werde ich die Abende verbringen ohne das „El Culpable» mit der bezaubernden Maria und ohne das «El Teide» mit Leandro und Eugenio, die mir meinen täglichen Trifasico (Karotten-, Apfel- und Orangensaft) mixen? Kein Cafe con leche, keine Tapas wenn du eigentlich schon genug gegessen hättest, kein Schoko-Tee, keine Abuela-Illy-Eiscream, keine freundliche Nachbar-Supermarkt-Frau, die mir die 4-Liter saure Milch für die Katzen schenken will.

Oh ja, mir werden meine zwei kleinen Miezekatzen fehlen, die sich mittlerweile in meinem Haus ziemlich heimisch fühlen und langsam aber sicher immer zutraulicher werden. Aber für sie wird, Luki-sei-dank, gesorgt werden.

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Mir werden aber vor allem die Plauderstunden mit Jeanette fehlen und die Abende mit ihr und Dallas. Und deswegen gibt es morgen ein schönes gemeinsames Abendessen mit allen netten Leuten, ja, auch wenn ich nur in Urlaub fahre.

Und was mein Humus-Problem anbelangt, hat sich gestern eine Lösung präsentiert. Als ich nämlich schweren Herzens meine letzte Portion Humus mit meinem letzten Stück Karotte aufgeputzt habe und danach traurig in Richtung Teide wackelte, kam mir Dallas entgegen mit einer selbstgemachten Portion Humus – nur für mich, inklusive Rezept.

Und so kann ich morgen unbesorgt meinen Rucksack und mein grosses Bike packen und meine lieben Leute in der Schweiz und die tollen Downhill-Tracks in den Alpen besuchen – immer mit dem Wissen, dass ich bald wieder in mein kleines (und manchmal ziemlich stachliges) Paradies zurückkehren werde.

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