Who let the dogs out???

Ich bewege mich definitiv in einer Männerdomäne. Gut, während der Enduro-Saison verirrt sich ab und an eine Frau respektive meist eine Freundin eines Riders in die Alpujarra, während in der Downhillsaison an der Küste die weiblichen Wesen eine äusserst rare Spezies ist. Was mich durchaus nicht stört. Denn die wenigen Frauen, welche die Zweirad-Passion teilen, sind äusserst angenehme Zeitgenossinnen. Keine doofen «Make-Up-Kleidchen-Oh-mein-Fingernagel-ist-abgebrochen-und-lass-uns-Dirty-Dancing-und-Sex-and-the-City-schauen»-Hühner. Da diese wie gesagt jedoch leider in der Welt sehr spärlich gesät sind, bewege ich mich hauptsächlich unter Männern. Und das ist sehr unterhaltsam. Ja, keiner schaut dich schräg an, wenn mal ein Rülpser oder ein Furz raus muss und die Unterhaltungen sind ebenfalls immer wieder sehr amüsant – Männer entwickeln sich bis zu ihrem 13. Lebensjahr, dann wachsen sie nur noch…

Je mehr ich mich jedoch in ihrer Gesellschaft bewege, desto weniger habe ich Lust, mich mit einem ihrer Spezies zu liieren. (Oke, mal abgesehen von dem absolutem Traumexemplar, welches mir kürzlich über den Weg lief, da würde ich eventuell durchaus eine Ausnahme machen…) Item… Immer wieder werde ich hier Zeuge, dass sich Verheiratete und Liierte mit den einheimischen Girls vergnügen. Abends brav die daheimgebliebene Lady anrufen, dann Bier kippen und danach den nächsten Hotpants hinterher rennen. Alles Stadthündchen, welche total durchdrehen und alles markieren, wenn sie dann mal von der Leine gelassen werden. Vom inneren Drang getrieben ihren Genpool möglichst grossflächig zu verteilen – wobei die Weibchen heutzutage keinen Deut besser sind.

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Das Phänomen wurde mir kürzlich so erklärt: «Stell dir vor du bist in den Ferien und entdeckst einen unglaublich tollen Bikepark, hast dein Bike jedoch nicht dabei. Da holst du dir doch ohne zu zögern ein Leihbike.» Ich konnte diese Überlegung zwar definitiv nicht verneinen, denn wenn’s ums Biken geht, ziehe ich alle Register. Transferiert auf Beziehungen muss ich jedoch ablehnen. Wählen, zufrieden sein und geniessen. Und je mehr ich hier mitbekomme, desto weniger glaube ich noch an die Aufrichtigkeit der Menschheit.

Je länger je mehr geniesse ich einfach auf mich allein gestellt zu sein. Kein Drang irgendjemanden zu finden der sich dann sowieso als Enttäuschung herausstellt, kein verzweifeltes Lechzen – alles viel zu anstrengend! Die Energie spare ich mir lieber für essenzielle Sachen. Und deswegen beobachte ich, amüsiere mich über die verzweifelt lechzenden Hündchen und bleib bei meinen zwei Fahrrädern. Und früher oder später werde ich mir lieber einen dankbaren, obdachlosen Streuner zulegen – einen richtigen und nicht einer der Spezies namens Männer.

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