Wo sind all die Konstanten hin?

Habe ich letzte Woche den lieben Petrus noch gelobt, den Sommer wieder zurückgebracht zu haben, bin ich zum jetzigen Zeitpunkt stinksauer mit dem Typen. Als sich am Sonntagabend die Wolken nach dem Sintflut-Regen etwas lockerten traute ich meinen Augen nicht: Schnee! Ja, die Hügel der Alpujarra waren in Weiss getunkt. Erst dachte ich noch es sei eine grosse weisse Wolke, die sich noch nicht verflüchtigt hatte, aber nein es war Schnee.

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Was auch die Temperaturen gestern bestätigten. Die Luft roch plötzlich nach Winter, die Füsse wollten bei der gestrigen Tour einfach nicht auftauen und ich musste neben Palischal und Wollmütze meine dicken Flausch-Socken hervorsuchen. So viel zu Südspanien und Wärme… Ja, ich sehe Afrika von hier aus, fühlen kann ich es jedoch nicht.

Sommer, Herbst, Sommer, Winter… Herr Petrus hat wohl Schwierigkeiten sich zu entscheiden. Konstante Bedingungen sind dem Guten wohl fremd. Muss wohl mit mir verwandt sein. Denn auch ich bin kein Freund von Entscheidungen sowie sind mir sämtliche Konstanten abhanden gekommen. Meine einzige Konstante ist das Biken. Und da ich kein Freund von Entscheidungen bin hoffe ich zur Zeit einfach, dass mir das Universum einfach eine nette Option vor die Füsse wirft und ich dann nur noch zupacken muss. Aber so einfach ist das wohl nicht, denn das Universum mag mich ja, wie bereits öfters festgestellt, nicht sonderlich.

Ich liebe mein momentanes Leben, wirklich! Vogelfrei und keine Verpflichtungen. So toll es auch ist, so sehr wünsche ich mir jedoch zumindest ein paar Konstanten zurück – jemand der für mich da ist und für den ich da sein kann, einen Hund oder einfach nur einen Arbeitgeber, der meine Arbeit schätzt. Während das eine momentan aussichts- und das andere sinnlos ist, liegt letzteres in meiner Hand. Und wieder einmal stehe ich am selben Punkt wie in den letzten Jahren: keine Ahnung wofür ich mich entscheiden soll was Lebensunterhaltsfinanzierung anbelangt – einfach dass mir im Vergleich zu früher die Konstante «Boyfriend» fehlt.

Das ist ein grosser Vorteil, denn ich bin geografisch völlig ungebunden. Da ich aber wie gesagt kein Freund von Entscheidungen bin, macht es das nicht gerade einfacher. Nichts hasse ich mehr als zu grosse Speisekarten in Restaurants – wie um Himmelswillen soll ich mich denn entscheiden können, wenn mir die ganze Welt offen steht.

Ähm, liebes Universum lass uns Freunde werden, denn ich könnte da mal etwas Hilfe gebrauchen…

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