Den Adler fliegen lassen

Ich war definitiv etwas schreibfaul in der letzten Zeit. Doch die letzten paar Wochen waren für bubionische Verhältnisse ziemlich hektisch – im positiven und negativen Sinn. Die letzten Tage waren unglaublich toll, denn wir hatten zwei supertolle Mädels hier. Es war einfach nur herrlich, eine kurze Testosteron-Auszeit zu haben.

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Herumblödeln, singen und radeln – einfach geniessen. Ausserdem durften wir einen herrlichen Sonnenaufgang-Ride erleben – ein Moment, der definitiv in unseren Herzen bleiben wird.

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Da es aber nicht nur ein Ying sondern auch ein Yang gibt, sind auch ein paar Sachen passiert die nach Entscheidungen riefen. Entscheidungen, die gewisse Konsequenzen mit sich ziehen werden und deren Ausgang noch in den Sternen steht.

Eins wurde mir in der letzten Zeit klar – ich kann mir mich in einem normalen 7 – 5 Uhr Job definitiv nicht vorstellen. Ich und ein zivilisiertes Leben, nein, das passt nicht. Nein, ich muss fliegen… Da ist dieser Papagei in dem Restaurant, in welchem wir auf unseren Touren öfters ein Zwischenstopp machen. Jedes Mal bedauerte ich den Vogel, der in seinem viel zu kleinen Käfig sitzt, in dem er nicht mal fliegen kann. Jedes Mal dachte ich: Irgendwann werde ich dem Tier das Türchen öffnen, dass er endlich davonfliegen kann. Nun kamen wir vor ein paar Tagen wieder dort vorbei und was sehe ich? Der Käfig war leer und der Vogel sass seelenruhig, plappernd auf der Hand eines Mannes auf der Terrasse. Er hätte ohne Problem davonfliegen können – tat er aber nicht. Der Papagei mag seinen Käfig, er gibt ihm Sicherheit vor Regen und Sturm, vor bösen Adlern und er hat eine Hand, die ihn täglich füttert. Es ist ihm egal nicht fliegen zu können. So wie die meisten Menschen zufrieden sind mit ihrem normalen Leben, das vielleicht nicht so aufregend ist, ihnen aber Sicherheit vermittelt.

Ich will jedoch kein Papagei sein. Ich will meine Flügel ausbreiten und in den Sonnenaufgang fliegen, so wie die Adler, die wir auf unserem Sunrise-Ride beobachten konnten.

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Diese Woche habe ich endlich meine Wut gegen Christian begraben. Denn auch wenn es mich immer noch etwas melancholisch stimmt, er hat im vergangenen März das Richtige getan: Er hat das Türchen meines Käfigs geöffnet und den Adler fliegen lassen…

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