Und plötzlich stand die Lösung da

Schreibfaul war ich in der letzten Zeit, jawohl. Was vielleicht auch daran gelegen haben mochte, dass ich selber gar nicht so wusste, was in Kürze auf mich zukommen würde. Alles was sicher war: Dass ich am 25. November wieder nach Malaga flog. Aber wo werde ich schlafen, werde ich ein Zimmer haben, was zum Arbeiten, kann ich überhaupt Fahrrad fahren? Und die ganz grosse Frage, wo werde ich meinen Winter verbringen? In den zwei Wochen, in welchen ich zurück in der Schweiz war habe ich, neben Rennrad- und Hardtailfahrten, mir hauptsächlich den Kopf über genau diese Fragen zerbrochen.

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Ich schrieb so ziemlich jede Bike-Company an, doch da bei den meisten die Saison bereits begonnen hat, hatten die bereits ihren Staff beisammen.

Es musste wohl so sein, dass ich an einem Abend meine Zeit auf Facebook vertrödelte und mit einem chilenischen Mädchen ins Gespräch kam, dass ich im August an den Schweizermeisterschaften kennengelernt hatte. Sie war neben meiner persönlichen Sportfotografin ebenfalls meine Zeltnachbarin.

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Ja wieso ich denn nicht nach Chile käme, fragte sie mich kurzerhand. Und ich entschloss ebenso kurzerhand: War noch nie in Chile und einen Winter lang mit zwei Chilanesen (oder wie nennen die sich???) in einem Nomadenzelt am Fusse des grössten chilenischen Bikeparks Nevados de Chillan zu leben, dort zu trainieren und im ganzen Lande Enduro und Downhillrennen zu fahren, bevor es dann den Sommer durch nach Whistler in Kanada geht… na da hab ich doch schon dümmeres gemacht! Im richtigen Moment auf Facebook und schon klärt sich wochenlanges Kopfzerbrechen in wenigen Minuten – deswegen lass ich das mit den Zukunftssorgen.

Sorglos flog ich also nach Malaga zurück, richtete mir mein Kellerabteil, das mir freundlicherweise von Switchbacks Holidays zur Verfügung gestellt wurde, gemütlich ein – ja bei dieser Company dürfen die Staff-Mitglieder entweder im Keller oder aber im Spielzimmer schlafen und da das Spielzimmer schon besetzt war, bin ich nun die Kellerassel. Privatsphäre wird überbewertet und immerhin bin ich meinen zwei zweirädrigen Lieblingen nun praktisch 24 Stunden ganz nah.

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Ob das meinen Skills nun noch einen zusätzlichen Boost verschafft? Wohl eher nicht. Denn nach zwei Tagen guiden habe ich mir eine Muskelzerrung in der Wade geholt.

Aber auch das war gut. Naja, halt, gut ist vielleicht doch das falsche Wort. Aber würde ich nicht durch die Gegend humpeln sondern über die Wege hüpfen, dann hätte ich wohl keine Fotos von meinen Zöglingen geschossen.

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Und ich hätte wohl auch nicht die Zeit oder besser gesagt die Lust gehabt, mich um Sponsoren zu kümmern, wieder einmal einen Blogeintrag zu posten, meinen Flug nach Chile zu buchen oder mein kleines armes Enduro-Biest wieder flott zu machen.

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Nein, vor lauter Spass hätte ich das alles wohl noch ein langes Weilchen vor mich hergeschoben.

Und so hat sich innerhalb einer Woche von der totalen Ungewissheit alles zum organisierten Chaos gewendet. Und das alles ganz ohne Kopfzerbrechen…

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