Broken bones and phones

Ich hatte da so eine gewisse Vorahnung… Das ganze letzte Jahr durch habe ich mich nicht wirklich ernsthaft verletzt. So viel mal hatte ich bei Stürzen einfach Schwein – irgendwann musste die Karma Police wohl wieder einmal zuschlagen… naja, nimm es einfach gemütlich, wenn die Downhillsaison wieder startet, sagte ich mir noch… Dieser Vorsatz hielt gerade mal ein Tag. Letzte Woche war ich noch optimistisch nach meinem Sturz und bildete mir ein, dass mein lahmes Bein lediglich eine Muskelzerrung war und ich nach ein paar Tagen wieder auf dem Bike sitzen würde – was ich ja auch machte, dies jedoch lediglich ein paar Meter. Ich hielt ein paar Meter durch, entschied mich dann wenigsten den Double nicht zu springen und hoffte, gab jedoch nach ein paar Minuten auf und ging am nächsten Tag dann doch ins Spital. Und alles machte plötzlich Sinn, warum das mit dem Fahren nicht so klappte: Ich hatte mein Wadenbein gebrochen. Unscore!

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Und da ich keine halben Sachen mache habe ich mir nicht nur mein Bein gebrochen, sondern auch mein Handydisplay… Ich fand es immer unsäglich traurig, wenn ich von Menschen hörte, die ihr Telefon nicht für einen Tag beiseite legen konnten. Jetzt war ich in dieser Situation und da Wochenende und irgend ein Feiertag war musste ich mindestens 3 Tage warten um mir nur mal Hilfe zu holen, geschweige es zu reparieren. Und ooooh mein Gott, wie ertappte ich mich, kurzzeitig in Extrem-Verzweiflung zu verfallen; kein Whatsapp (omg, wie kommuniziere ich denn jetzt mit meinen Homies…) keine Fotos (omg, wie soll ich denn Selfies von mir machen), kein Instagram (omg, wie soll ich denn die Selfies von mir der Öffentlichkeit präsentieren)

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Nein, nicht einmal einen Wecker oder eine Uhrzeit… aaaber, nach ein paar Tagen stelle ich nun fest, dass es sich auch ohne Eifon recht gut leben lässt… besonders hier.

Wie auch immer, mein Tagesablauf besteht momentan also darin, mit meinen Krücken durch die steilen und losen Wälder stolpere und Photos von den Jungs schiesse (ja mit derem Handy, meins is ja… ihr wisst schon) oder meine Gehhilfen auf den Rucksack schnalle und auf meinem Enduro eine Broken-Urban-Enduro-Shred-Session durchgebe.

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Nicht fahren zu können ist immer doof, aber es ist nun einmal Part of the game. Und es gibt definitiv schlimmere Orte um broken zu sein. Ich geniesse es einfach hier zu sein, auf den Tracks herumzuhoppeln und eine gute Zeit mit guten Leuten zu verbringen. Und wir hatten wieder einmal unglaublich spezielle Leute hier… Die unvergesslichen Österreicher, über welche ich hier in der öffentlichen Welt des weiten Netzes nicht viel verraten darf… dann die Deutschen, jaaa die Deutschen, die so herrlich Youtube Edits rezitieren können und zu guter letzt die Bündner, wo ich zumindest über den einen grossen, blonden Boarder-Boy (aaaaaaaah, fällt den Insidern hier etwas auf??) hoffentlich vielleicht in Zukunft noch mehr schreiben werde…

Es ist ein Traum, den ich täglich lebe – nur dass ich nicht aufwache. Und wenn die Dinge mal nicht so perfekt laufen (oder soll ich besser sagen, wenn die Füsse mal nicht so perfekt laufen…), dann werde ich nur noch mehr daran erinnert, wie toll das Leben eben ist.

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