Suboptimale Weihnachten

Mein Hündchen und meine Liebsten wieder treffen, gemeinsam mit der Familie Weihnachten feiern, Fondue essen, etwas durch den Schnee humpeln, ins Kino gehen und die dritten Teile der Hunger Games und des Hobbits schauen gehen und ganz viele Weihnachtsguatsli essen. Das war der Plan meines zehntägigen Aufenthalts hier in der Schweiz.

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Denkste, Madame Universe, die Zicke, hat sich da was anderes für mich ausgedacht. Anstatt Sekt hiess es Tee und anstatt Fondue gabs am Heiligabend eine Banane. Jawohl, die Grippe hatte mich nämlich am 24. mit voller Breitseite erwischt. Boom – ab ins Bett. Und wäre das nicht genug hat es meine Nona gleich auch ins Bett verschlagen. So haben wir die ganzen Feiertage gemeinsam einsam in unseren Betten verbracht. Gelegentlich begegneten wir uns auf dem Flur, wenn sich die eine wieder Nachschub an Tee, Taschentücher oder Hustensirup holen musste. Frohe Weihnachten, habe wir uns jedes Mal gewünscht! Ich will mich ja nicht beschweren, aber muss das sein?

Gut, sehen wir es mal positiv… Besser ich hab hier die Grippe, wo ich doch momentan sowieso nicht Fahrrad fahren kann und wo ich wenigstens Verwandte habe, die mir die richtig guten Hustensäfte besorgen können (Codein – mein Lebensretter!). Äääähm, ausserdem hatte ich seit etwa 10 Jahren keine Grippe mehr und irgendwann musste ich die kleinen Grippeviren auch mal wieder bei mir beherbergen und nicht nur immer bei anderen. Ausserdem freut man sich nach Tagen der Einsamkeit, wo lediglich die Katze und der Fernseher eine Abwechslung bedeuteten, wieder noch mehr auf das Leben da draussen (auch wenn das da draussen momentan ziemlich weiss und kalt ist).

Abgesehen von meiner „Grippe-Bescherung“ hatte ich doch ein paar schöne Geschenke, die hier in der Schweiz auf mich warteten. Von meinem Sponsor Flare Clothing habe ich ein tolles Paket voll von schönen Kleidern bekommen. Es sei nur eine kleine Auswahl, das richtige Paket komme dann im März. Wie auch immer – so klein fand ich die Auswahl nicht: Bikekleider, Hoody, Shirt, Cap… hab mich riesig gefreut. Ich hab das erste mal etwas von jemandem erhalten, der an mich und meine Fähigkeiten auf dem Bike glaubt. Das ist ein extrem schönes Gefühl und ist ein guter Abschluss für das Jahr 2014.

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Ja, 2014 war turbulent. Ich erinnere mich noch wie ich mich am letzten Silvester gefragt habe, was das neue Jahr wohl bringen würde. Irgendwie ahnte ich, das etwas passieren würde. Aber hätte mir damals eine kleine Fee ins Ohr geflüstert, dass ich in diesem Jahr meinen Job kündigen, in Spanien leben, nur noch Fahrrad fahren und meinen ersten Sponsorenvertrag haben werde, hätte ich der Dame wohl gesagt, dass sie etwas zu viel Codein-Hustensaft getrunken habe.

Noch ein paar wenige Tage bleiben mir jetzt noch in diesem speziellen Jahr. Morgen fahr ich ins Engadin. Ich werde Aloha und die besuchen, die ich im Mai dort zurückgelassen habe. Aber im Gegensatz zu meinem Besuch im August tut heute nichts mehr weh. Ich bin dankbar für alles was in den vergangenen Monaten passiert ist.

Ich bin bereit für 2015 und freue mich auf jeden einzelnen Tag. Es wird ein gutes Jahr werden – ein sehr gutes. Ob ich diesen Silvester der kleinen Fee ihre Geschichte wohl abkaufen würde?

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