Team V rollt nach Südwesten

Lang lang ist’s her und viel ist passiert. So viel, dass ich gar nicht dazu kam die ganzen Impressionen in Worte zu fassen, beziehungsweise wollte ich die Zeit nicht damit verschwenden, mich hinter meinen Computer zu setzen – zu überwältigend waren die Erlebnisse der vergangenen Wochen. Doch erst eins nach dem anderen.

Überglücklich wieder zwei funktionstüchtige Beine zu haben schwang ich mich ein Tag nach meiner Rückkehr aus der Schweiz endlich wieder aufs Rad. Nach gut 6 Wochen Abstinenz war ich absolut happy, als ich in El Chorro, einem unglaublich schönen Naturreservat in der Nähe von Malaga endlich meine ersten Abfahrten machen durfte. Auch wenn es eher einfachere Enduro Trails waren und wir nach dem Vergnügen wieder den Berg hoch pedalieren mussten, es war einfach unbeschreiblich.

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Doch meine Freude wurde bald getrübt. Zwei Tage später wurde ich in La Zubia, dem Track auf dem ich ein paar Wochen zuvor mein Bein gebrochen hatte, etwas übermütig und da passierte es: Ein Highspeed-Crash, Schock, eine Ambulanz ins Spital nach Granada, wo eine Schlüsselbeinfraktur und eine gut 20 cm grosse Platzwunde in meiner Leiste entdeckt wurde. Gut gemacht… Satz mit X – das war wohl nix. Wenigstens habe ich eine nette Portion Morphium und Valium erhalten und ich habe mir meine Hauptschlagader nicht zerfetzt – hey, man muss immer das Positive sehen!

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Noch im Krankenhaus kam die Frage auf: fällt damit der Roadtrip nach Portugal ins Wasser? „Nie im Leben“, war meine Antwort. Und so ging es 5 Tage nach dem wohl übelsten Unfall den ich je hatte los.

Von Malaga aus ging es der Küste nach, über Gibraltar nach Tarifa, wo wir drei herrliche Tage verbrachten. Tarifa war magisch, die ganze Atmosphäre, die schönen Strände, das kleine Küstendorf mit den liebenswürdigen und total gechillten Menschen war ein Erlebnis für sich.

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Doch es zog uns weiter.

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Erst nach Westen, wo wir die Grenze nach Portugal überquerten und dann zwei Tage auf dem höchsten Berg in der Region blieben. Wir kamen, sahen und siegten, denn genau dort wo wir unser Nachtlager festlegten fanden wir auch einen süssen kleinen Trail für Rusty. Ein kleiner Vorgeschmack was in ein paar Tage später mit Ride Portugal – der DH-Shuttle Company der Region erwarten würde.

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Doch bis dahin hatten wir noch ein paar Tage vor uns und so beschlossen wir, der Westküste Portugal entlang in nördliche Richtung zu fahren. Die Abgeschiedenheit, die Naturgewalten und die wunderschönen Regionen in Worte zu fassen, erscheint mir ein Ding der Unmöglichkeit. Jeden Tag erwachten wir an einem anderen Ort und jedes mal waren unsere ersten Worte, wenn wir die Van-Türe öffneten: Wow! Jeden Morgen wachten wir auf und der Traum ging weiter.

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Seit gestern sind wir jedoch zurück in der Zivilisation – zurück im Downhill Himmel. Gut, ich lediglich passiv, da mein Arm noch gut eine Woche unbrauchbar ist. Rusty jedoch geniesst die unglaublichen Tracks von Ride Portugal – meiner Meinung nach die besten Trails die ich im Süden Europas je gesehen habe. Ich kann es kaum erwarten, eines Tages mit meinem Bike und einem funktionierendem Körper hierher zurück zu kommen. Die Tracks, die allesamt von Ride Portugal Bestizer Brian währen der letzten 6 Jahre gebaut wurden, ziehen nicht nur uns zwei Vögel in ihren Bann, sondern die Weltelite unseres Sports: Letzte Woche waren Brendan Fairclough, Joe Smith und Tahnee Seagrave hier und gestern durften wir Matti Lehikoinen kennenlernen.

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Doch jetzt gilt es erst einmal mich wieder fit zu kriegen. In ein paar Tagen geht der Roadtrip mit Team V wieder weiter. Durch die Berge Spaniens und dann nach Bubion, wo ich meine Fitness und vor allem mein Vertrauen in meine Bike Skills wieder aufbauen kann. Danach werden wir eine Woche zurück nach Malaga fahren, wo es etwas Geld zu verdienen gibt. Und danach rollt Team V einmal quer durch Europa: Nach dem ganzen Schönwetter-Riden wird es langsam Zeit, dass meine Bikes wieder mal über nasse Wurzeln und Schlamm shredden. Und als kleines Licht am Ende des Tunnels wartet am 1. März das erste kleine DH-Rennen in Forest of Dean auf mich. Doch bis dahin gibt es noch ganz viele Morgen zu erleben, die mit „Wow“ beginnen.

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