Das Leben ist ein Abenteuer – das endlich nach Whistler führt / Life is an adventure – which finally leads to Whistler

(Just scroll down for the English version)

Es herrscht reger Verkehr heute Morgen, denn schliesslich muss der nach Futter schreiende Nachwuchs versorgt werden. Die Vögelchen sind jedoch die Einzigen, die diesen Morgen gestresst sind. Schmetterlinge tanzen um den Kirschbaum, der schon wieder Früchte trägt, Hund und Katze liegen zusammengeknuddelt auf dem kühlenden Steinboden und ab und zu schlendert ein Bewohner Bubions durch das Gässchen. Gemütlich, zufrieden. Ich geniesse die morgentliche Frische im Schatten, meine Tasse Tee in der Hand und lasse die Eindrücke auf mich wirken. Ich bin wieder zu Hause, als wäre ich nie weg gewesen.

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Vor ziemlich genau einem Jahr sass ich ebenfalls hier und beschloss, den kommenden Sommer in Whistler zu verbringen. «Ok, es passiert also, ich werde nächsten Sommer in Kanada verbringen», sagte ich zu mir. Und nun passiert es wirklich. Nicht ganz wie geplant und etwas verspätet, aber in vier Tagen werde ich in ein paar Flugzeuge steigen, die mich endlich nach Kanada bringen werden. Unglaublich, denn noch vor sieben Wochen lag ich im Spitalbett, nicht unweit von hier und die Ärzte sprachen von bis zu einem halben Jahr kein Fahrradfahren und den Traum «Whistler» in sich zusammenfallen. Doch ich gab nicht auf, ging zweimal wöchtentlich zur Physiotherapie und gewöhnte meinen Arm und dessen Muskeln und Bänder ziemlich kurz nach der OP wieder daran, einen Fahrradlenker zu halten.

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Fast täglich sass ich auf dem Fahrrad, erst auf flachem Asphalt, dann auf flachem Waldboden, dann die ersten leichten Bergab-Versuche bis hin zu letztem Wochenende, wo ich in Hopton wieder erste technische Wurzelpassagen fahren und danach im Bikepark Wales meine ersten Doubles und kleineren Step Downs schmerzfrei springen konnte.

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Es ist einfach unglaublich, wozu der menschliche Körper fähig ist. Gut meiner hat etwas Hilfe in Form einer silberüberzogenen Metallplatte… Aber das letzte Wochenende hat gezeigt, dass ich bereit für Whistler bin. Klar werde ich dort noch nicht so fahren können, wie ich das gerne würde – aber ich kann fahren. Und bevor jetzt wieder Kommentare von den ganzen Hobby-Doktoren folgen: Mein behandelnder Hand- und Armchirurg weiss von allem (auch von meinen Motocross-Versuchen, bei jener Erwähnung er jedoch leicht die Augen verdreht hat) und hat das Ganze abgesegnet. Grünes Licht.

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Es ist jedoch nicht nur der Knochen, der heilen muss – denn Unfälle nagen doch sehr an der Psyche. Doch Dank der Unterstützung meines Mister Amazing, hat sich mein Vertrauen in meine Fähigkeiten ziemlich sofort wieder zurückgemeldet. Ich freue mich auf Whistler wie ein kleines Kind auf Weihnachten. Auch wenn mir Mr. Amazing ganz fest fehlen wird. Wir sind ein Team und es ist nicht fair wenn nur ein Teil des Teams auf Abenteuerreise gehen kann. Wieder hier in Bubion zu sein, ohne ihn, wo wir doch so viele schöne gemeinsame Erinnerungen hier teilen, macht das Herz etwas schwer.

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Aber hey, vor einem Jahr habe ich in diesem Blog darüber geschrieben wie schön es wäre, all die schönen Erfahrungen mit jemandem zu teilen. Und siehe da, es ging in Erfüllung – schneller als ich es je gedacht hätte. Und ich bin so dankbar, dass ich diesen unglaublichen Mann kennen- und liebenlernen durfte.

Und nun ein Jahr später sitze ich hier, gemütlich, zufrieden. Ich geniesse die morgentliche Frische im Schatten, meine Tasse Tee in der Hand und es passiert also, ich werde die nächsten Monate in Kanada verbringen. Einfach mit dem Unterschied, dass wenn ich zurückkomme, ein ganz spezieller jemand mit offenen Armen am Flughafen stehen wird. Das Leben ist ein Abenteuer und ich liebe es.

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Life is an adventure – which finally leads to Whistler

There is a lot of traffic this morning, well, the offspring which is calling for food must be supplied. However, the birdies are the only ones who are stressed out this morning. Butterflies dance around the cherry tree, dog and cat lay cuddled up on the cooling stone floor and occasionally a resident of Bubion strolls through the streets. Happy, satisfied, easy going. I enjoy the morning chill in the shade, my cup of tea in the hand just soaking up the impressions around me. I am back home, as if I had never left.

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Almost exactly a year ago I was sitting here and decided to spend the coming summer in Whistler. „Ok, it so this is happening, I’m going to spend next summer in Canada“, I said to myself. And now it’s really happening. Not quite as planned and somewhat belatedly, but in four days I will board a couple of planes that will finally bring me to Canada. Incredibly, because seven weeks ago I was in a hospital bed, not far from here and the doctors were talking about up to half a year no riding with the dream „Whistler“ falling apart. But I did not give up, went twice a week to physiotherapy and accustomed my arm with its muscles and ligaments rather shortly after surgery to holding on to a handlebar again.

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Almost every day I was sitting on the bike, on flat tarmac for a beginning, then on flat forest trails, then the first slight «down the hill trials» up to last weekend, where I rode my first technical root sections again in Hopton and then did my first doubles and smaller step downs in Bike Park Wales without feeling any pain.

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It is just amazing what the human body is capable of. Well mine has got some help in the form of a silver coated metal plate … But last weekend showed that I’m ready for Whistler. Surely I won’t ride there as I would like to – but I will ride. And just to all the amateur doctors which are allready contemplating about their comments now: My treating hand and arm surgeon knows everything (also of my motocross attempts which he answered with slightly rolling his eyes) and he gave me a green light.

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However, it is not only the bone, which has to heal – accidents always give you some mental issues as well. But thanks to the support of my Mister Amazing, the confidence in my skills has returned quite immediately. I’m looking forward to Whistler like a little kid nearly can’t wait for Christmas. Although I’m missing my Mr. Amazing quite badly. We are a team and it’s not fair if only one part of the team can go on adventures. To be back in Bubion without him, as we share so many beautiful memories here together, my heart is feeling a bit heavy.

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But hey, a year ago I wrote on this blog about how nice it would be to share all the wonderful experiences with someone. And wow, it came true – faster than I would have thought. ‚m so grateful that I could meet and learn to love this incredible man.

And now a year later, I’m sitting here, happy, satisfied, easy going. I enjoy the morning chill in the shade, my cup of tea in the hand and it is happening: I’m going to spend the next few months in Canada. Just with the difference that when I come back, a very special someone is standing at the airport with his arms wide open. Life is an adventure and I love it.

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