Ein letztes „Lebewohl“ mit einem kleinen Hindernis A last goodbye and a little mischance

(for English just scroll down a bit)

Man kann es ja nie wissen, aber so wie’s aussieht werde ich Bubion heute definitiv verlassen und zumindest ein paar Jahre nicht mehr zurückkommen. Vorher war es immer ein Abschied auf Zeit, denn ich war entweder nicht weit weg oder wusste, dass ich in absehbarer Zeit wieder zurückkommen werde. Heute nicht, heute gehe ich.

Und da ich ja ein guter Gast bin, habe ich zum Abschied den Wohnzimmer Boden meiner lieben Gastgeberin Jeannette gründlich geputzt. Gut, ich muss zugeben, nicht ganz freiwillig. In meiner morgendlichen Dusseligkeit habe ich nämlich vergessen, den Abwasserschlauch der Waschmaschine in die Toilette zu stecken und so kam ich nach meinem gemütlichen Frühstück vor dem Haus und einer ausgiebigen Nachricht an meinen Liebsten nach etwa einer Stunde zurück und fand den ganzen Wohnzimmerboden unter Wasser. Zum Glück sind wir hier im heissen Südspanien und nicht irgendwo in Wales im Winter so dass die Spuren von rund 30 Liter Wasser relativ zügig zu beseitigen waren. Wie auch immer, Bubion versucht mir offensichtlich den Abschied etwas leichter zu machen.

Verabschieded habe ich mich aber schon vorher. Auf dem höchsten Punkt meiner kleinen Wanderung gestern setzte mich hin, und blickte in das Tal hinein, auf Bubion hinunter und zu den Bergen hinauf. Ich blickte zum Veleta, einem der höchsten Gipfel Spaniens, auf welchem ich letztes Jahr so viele Male mit begeisterten Kunden stand und von der Aussicht jedes Mal überwältigt war.

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Ich blickte hinauf zu den Hügeln, suchte alle von meinem Standpunkt aus sichtbaren Trails auf welchen ich eine Saison lang tagtäglich unterwegs war.

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Ich blickte hinunter ins Dorf nach Bubion, auf die Terrasse von Amy’s Haus, auf welcher wir so viele lustige Abende verbrachten, Humus assen, Musik hörten und einfach nur das Leben genossen.

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Ich blickte auf Jeannettes Haus, das kleine gemütliche Hobbit Haus, in dem wir so oft Tee getrunken und über das Leben geredet haben und das vorallem über den Winter ein bisschen zu meinen zu Hause wurde.

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Ich blickte hinuter und sah die Restaurants Teide und Artesa, in welchen ich so oft meine Abende verbracht habe. Und ich sah hinunter auf mein zu Hause, mein kleines Haus, in dem ich mich so wohl fühlte, mein Nest im Start in mein neues Leben. Und zu guter Letzt blickte ich hinauf zu dem Ort, wo Rusty und ich anfangs Dezember für drei Tage und Nächte mit Verity eingeschneit waren – der Ort, an dem alles begann, der Start in eine unglaublich wundervolle Geschichte.

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Das war mein Abschied von Bubion, von der Alpujarra und von Spanien. Dieser Ort wird für immer einen ganz speziellen Platz in meinem Herzen haben, den es war der Ort an dem mein neues, freies Leben begann. Bei diesem letzten Lebewohl wurde mir etwas schwer ums Herz. Aber es ist Zeit weiterzufliegen und Altes zurückzulassen. Es gibt noch so viel zu entdecken auf dieser Welt. Und wenn ich einmal alt bin möchte ich auf mein Leben zurückblicken, so wie ich gestern auf Bubion blickte – mit ganz vielen schönen Erinnerungen soweit ich sehen kann.

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You never know, but it looks like I definitely leave Bubion today and not come back for a very long time. Before, it was always a break, because I either wasn’t far off or knew I would come back again in the near future. Not today, today I am going.

And since I’m a good guest, I tought for a proper goodbye I’d better clean the living room floor of my dear hostess Jeannette thoroughly. Well, I must admit, this happened not entirely voluntary. Scatty as I am I had forgotten to put the drain hose of the washing machine into the toilet. And as I came back from outside after about an hour, having a lovely breakfast and writing an extensive message to my love I found the whole living room floor under water. Fortunately, we are in hot and sunny Southern Spain and not somewhere in Wales during winter so the traces of about 30 liters of water were eliminated relatively quickly. Anyway, Bubion’s obviously trying to make the parting a little easier to me.

My farwell to this lovely place has allready been said though. At the highest point of my little hike yesterday I sat down and looked into the valley, down to Bubion and up into the mountains. I looked up at the Veleta, one of the highest peaks in Spain, on which I was standing so many times with enthusiastic customers last year and every time was overwhelmed by the view.

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I looked up into the hills, to all the trails on which I was riding day in and day out for the whole last season.

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I looked down into the village of Bubion, to the terrace of Amy’s house, on which we spent so many happy evenings, eating humus, listened to music and just enjoying life.

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I looked at Jeannette’s house, the small and cozy Hobbit house where we drank tea and talked about life and which during winter became a bit of my home as well.

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I looked down to the restaurants Teide and Artesa, in which I spent so many evenings. And I looked down at my home, my little house in which I felt so happy, my nest in the start in my new life. And finally, I looked up at the place where Rusty and I were snowed for three days and nights with Verity in early December- the place where it all began, the start of an incredibly wonderful story.

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That was my farewell to Bubion, the Alpujarra and to Southern Spain. This place will forever have a special space in my heart for it was the place where I’ve started my new, free life. With this last farewell my heart felt a bit heavy. But it’s time to fly on and leave the old things behind. There is still so much to discover in this world. And when I am old I wanna look back on my life, as I looked at Bubion yesterday – with lots of beautiful memories as far as I can see.

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