Rotorua – der Ort an dem die Erde kocht

(if you wanna read this in English, just scroll down)

Es scheint, als seien wir erst gerade in Auckland gelandet, doch kaum zu glauben, sind seit dann schon vier Wochen vergangen. Inzwischen haben wir uns an den Kiwi-Slang gewöhnt, gelten in Rotorua beinahe schon als Locals und zeigen den Bike-Neulingen gerne Geheimtipps in Sachen Tracks. Nach unseren ersten Tagen in Auckland fuhren wir mit unserer Bagage im Bus nach Rotorua – einer von Neuseelands Top Touristen Hotspots. Rotorua ist den Bikern nicht nur wegen dem grossen Trailnetz im Redwood Forest ein Begriff, sondern auch als Austragungsort von Crankworx und weil zwei von Neuseelands drei Uplift-Services in dem kleineren Städchen sind.

Bei normalen Touristen kommt Rotorua vorallem wegen der Geothermischen Aktivitäten auf die Besuchsliste. Geysire, brodelnde Schlammpools, heisse Quellen gibt es hier an jedem Eck und der Geruch von Schwefel respektive Ei liegt alleweil in der Luft.

Spontan wie wir sind hatten wir unsere Unterkunft für unseren ersten Monat hier in Rotorua kurz bevor dem Abflug in Gatwick gebucht. Und hei hatten wir Glück. Sabrina und Josh nahmen uns (aus Mitleid weil wir sonst wohl nichts anderes gefunden hätten – wie sie uns später mitteilten) ebenso spontan auf. Ihr kleines Haus liegt perfekt zwischen den zwei Bikespots hier in Rotorua und die zwei räumten sogar ihre Wohnung um, damit wir unsere Bike bei ihnen im Wohnzimmer verstauen konnten.

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Wir bekamen einen Schlüssel, unser eigenes Zimmer, eine Toilette, eine Dusche und einen Kühlschrank zur Selbstbedienung – ein Luxus, den wir uns nach unserem Vanlife in den letzten Monaten schon fast nicht mehr gewöhnt sind.

Unser Tagesablauf war simpel: Ausschlafen, anziehen, entscheiden ob wir entweder zum Bikepark Skyline fahren oder ob wir eher den Upliftservice von Southstar Shuttles in den Redwoods nutzen, je nach Entscheidung 30 oder 15 Minuten dorthin radeln, Freude haben, zurückradeln, Nachtessen, mit Josh und Sabrina vor dem überdimensional riesigen Ferneher fläzen und danach schlafen gehen.

Jawohl, biken jeden Tag. Redwoods ist eher Trailbike-Terrain und da wir nur unsere Downhiller mitnehmen konnten waren wir auf teils Tracks etwas überbedient. Aber wir fanden ein paar tolle natürliche und technische Trails, nicht offizielle, sausteile Local-Tracks und den National Downhill Track, der immer wieder Freude machte.

Der Skyline Bikepark auf der anderen Seite des Städtchens bot einen angenehmen Kontrast zu Redwoods. Wenn auch die Runs ziemlich kurz sind, die Features sind extrem gut gebaut und machen Freude zu springen. Die Kombination der beiden Orte hat uns für diesen Monat sehr gut unterhalten.

Um unseren Körpern etwas ruhe zu geben, verordneten wir uns jede Woche mindestens ein Tag Off-Bike Zeit. Zudem wollen wir Neuseeland nicht verlassen, ohne auch etwas von dem Land gesehen zu haben. Uns so meldeten wir uns in der ersten Woche für eine Canopy-Tour an. Wie die Äffchen (die hier in Neuseeland nicht existieren – nur Vögel und Possums) bewegten wir uns zwei Stunden per Ziplines und Hängebrücken von Platform zu Platform hoch in den Bäumen fort. Nett war es, jawohl, durch den Dschungel zu fliegen.

An einem anderen Tag hatten Sabrina und Josh gemeinsam frei (was eine Seltenheit ist, da beide auch an Wochenenden arbeiten). Gemeinsam fuhren wir nach Wai-o-Tapu, wo wir uns geothermische Pools, und einen Geysir anschauten.

Danach zeigten sie uns einen heissen Pool – ein natürlicher Bach, der durch die geothermische Aktivität sauheiss ist. Einen weiteren solchen Fluss haben Rusty und ich nach unserer Wanderung zur Spitze des Rainbow Mountains entdeckt. Wir schoben unsere Bikes bis zum Gipfel und fuhren über einen Biketrail – der oke ist – hinunter zu dem heissen Fluss. Wie gesagt, der Trail selber ist nicht umwerfend, das ganze Erlebnis mit dem Hike durch den Busch, der Aussicht und der Abfahrt mit dem anschliessenden Bad ist jedoch toll.

Ein weiteres Highlight stand für mich Ende der zweiten Woche an wo wir mit Sabrina und Josh nach Hobbiton fuhren. Nicht nur konnten wir das Filmset besichtigen, wo für Lord of the Rings und den Hobbit gedreht wurden, nein, am Schluss der Tour konnten wir im “Green Dragon” Bier und Cider trinken und uns wie Frodo, Sam, Pippin und Merry fühlen. Ich glaube, mir sind danach sogar ein paar Haare auf meinen Füssen gewachsen.

Mehr Lord of the Rings-Tourismus ist für die kommende Zeit geplant – ich kann es kaum erwarten. Nach der Hobbit-Tour wanderten wir zu den Wairara-Fällen hoch – was extrem beeindruckend war und ich einfach mal die Bilder sprechen lasse.

Gestern erfüllte ich mir selber dann noch einen weiteren Wunsch und ich meldete mich für ein Black Water Rafting in den Waitomo Höhlen an. Fünfstunden kletterte ich mit sechs anderen Höhlenforschern duch die Dunkelheit – staunte über die vielen Glühwürmchen, schwamm und stoplerte 60 Meter unter der Erde durch einen Fluss, surrte an einer Zipline durch komplette Dunkelheit, seilte mich durch ein enges Loch ab, kletterte ein paar Wasserfälle hoch und machte einen Frontflip in dunkle Gewässer. Hat gefetzt!

Nun jedoch ist die Zeit gekommen uns von Rotorua zu verabschieden. “Mildred” unser Toyota Hiace, den wir vor einer Woche gekauft haben, ist gepackt und bereit.

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Nach einem Byebye Dinner mit den Lieben Josh und Sabrina – einem Kiwi-Style Raclette – werden wir uns Morgen in Richtung Süden aufmachen. Das Ziel: Little Whistler aka Queenstown. Wann wir dort ankommen? Hängt von Mildred und ihrem launischen Motor ab. Wir werden auf dem Rückweg wieder in Rotorua halten, denn ich habe noch ein Date mit einem sehr grossen Step-Up hier. Aber bis dahin – Roadtrip!!

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Rotorua – the place where the earth is boiling

It seems as if we only just landed in Auckland. Hard to believe that already a month has passed since then. Meanwhile, we got used to the Kiwi Slang, almost count as locals here in Rotorua and show secret trails to the bike newbies. After our first few days in Auckland we dragged our baggage on a coach which took us to Rotorua – one of New Zealands tourist hotspots. For riders, Rotorua is not only known for the large trail network in the Redwood Forest, but also as a venue for Crankworx and because two of New Zealand’s three Uplift services are here in town.

For as normal tourists Rotorua is mainly because popular for its geothermal activity. One finds geysers, boiling mud pools, hot springs all over and the smell of sulfur respectively egg is always in the air.

Spontaneous as we are, we booked our accommodation for our first month here in Rotorua just before departure at Gatwick. And dayum, we were lucky. Sabrina and Josh gave us shelter spontaneously (out of pity because otherwise we probably wouldnt have found anything – as they told us later). Their little house is situated perfectly between the two bike spots here in Rotorua and the two even cleard their apartment out in order, so that we could store our bike in their living room.

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We were given a key, our own room, a toilet, a shower and a fridge for self-service – a luxury that we are almost not used to anymore considering we’ve been living in our van for the last couple of months.

Our daily routine was simple: Sleeping in, get dressed, decide whether to go to the bike park Skyline or if we rather use the Upliftservice of Southstar Shuttles in the redwoods, depending on the decision a 30 or 15 minutes ride to the spot of choice, having fun, riding back, having dinner, slouching in front of the colossal giant of a telly with Josh and Sabrina and then sleepy time.

Yes, riding every day. Redwoods is rather Trailbike terrain and because we were only able to take our downhill we were a bit overbiked there. But we found a couple of great natural and technical trails, unofficial and super steep local tracks and the National Downhill track which was always a blast.

The Skyline bike park on the other side of town was a pleasant contrast to Redwoods. Even though the runs are quite short, the features are extremely well built and are just so much fun to jump. The combination of the two places kept us well entertained for this month.

To give our bodies some rest, we prescribed ourselfs at least one day of off-bike time a week. Also do not want to leave without having seen some of this beautiful country. So in the first week we signed up for a Canopy Tour. Like monkeys (which do not exist here in New Zealand – only birds and possums) we moved two hours per ziplines and suspension bridges from platform to platform, high up in the trees. Nice it was, yes, flying through the jungle.

On another day, Sabrina and Josh had a day off together (which is a rarity, since both are also working on weekends). Together we went to Wai-o-Tapu, where we checked out some geothermal pools and a geyser.

After that they showed us a hot pool where we could have a swim – a natural creek which is very hot just by geothermal activity. Rusty and I explored another natural hot pool after our hike to the top of the Rainbow Mountains. We pushed our bikes up to the top and rode down on a bike track down to the hot river. The track itself is allright, not great, but the whole experience with the hike through the bush, the views and the descent to the subsequent bath is however great.

Another highlight for me followed at the end of the second week where we drove with Sabrina and Josh to Hobbiton. Not only were we able to visit the movie set where Peter Jackson shot the Hobit-Scenes of Lord of the Rings and the Hobbit, no, at the end of the tour we could go to the „Green Dragon“ for some Beers and Ciders and feel like Frodo, Sam, Pippin and Merry. I think there were even a few hairs growing on my feet after that.

More Lord of the Rings-tourism is planned – I can not wait. After the Hobbit tour we hiked up to the Wairara falls – which was extremely impressive – I think I just let the pictures speak.

Yesterday I fullfilled myself another wish and signed up for a Blackwater Rafting at the Waitomo Caves in. For five hours I was climbing with six other cavers through darkness – facineted by gloworms I was swimming and stumbling through an underground river 60 meter below the surface, flying on a zipline through complete darkness, I had many fun!!! (Yes this expression is completely legit for insiders)

But now the time has come to say goodbye to Rotorua. „Mildred“ our Toyota Hiace, we bought a week ago, is packed and ready.

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After a byebye dinner with lovely Josh and Sabrina – a Kiwi-Style Raclette – we gonna head South tomorrow. The goal: Little Whistler aka Queenstown. When we get there? Depends on Mildred and her capricious engine. We will be back in Rotorua, because I still have a date with a very large step-up here. But until then – Road Trip!!

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